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Nur Böse im Ukraine-Konflikt

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Ukrainische Paramilitärs: Sie kämpfen nicht für ihre eigenen Interessen, sondern werden instrumentalisiert

Erneut →eskaliert der Ukraine-Konflikt. Tausende Menschen verloren bereits ihr Leben, ein Vielfaches ist verletzt und vertrieben. Nach den Berichten →internationaler Menschenrechtsorganisationen sind beide Seiten für Brutalität und Kriegsverbrechen verantwortlich (siehe auch →hier). Beiden Seiten geht es um die Durchsetzung ihrer Machtinteressen. Hierfür lassen beide Seiten Gnadenlosigkeit walten. Es wäre naiv, einer Seite →gute Motive zu unterstellen. 

 

Es geht nicht nur um einen Kampf einer Zentralregierung gegen Separatisten oder Aufständische. Es geht längst um einen Stellvertreterkrieg, den die Nato-Staaten und mit ihnen die europäische Union auf der einen Seite und Russland auf der anderen Seite gegeneinander führen. Die Menschen in der Ukraine sind nur ihre Dispositionsmasse, die Soldaten und paramilitärischen Kräfte ihr Kanonenfutter. 

 

Das Gerede von Menschenrechten und Solidarität, die Empörung über das zivile Leid, sind offenbar ein rhetorisches Theater, welches beide Seiten vortrefflich spielen. Deutlich wird dies daran, dass jeweils nur über durch den Kriegsgegner verursachten Opfer geklagt wird, die durch die eigenen Seite verursachten Opfer bleiben in den wechselseitigen Klagen und Verurteilungen unerwähnt.

 

Wechselseitig erhoben wird auch der Vorwurf der Propaganda. Der →Split zieht sich bis in die Medien - es sind →keine Lügenmedien, aber unabhängig sind die Medien auch nicht, sondern sie liefern mehrheitlich das Bild, was der vorherrschenden Position der eigenen Gesellschaft entspricht.

 

Die Reaktion der westlichen Staaten und Russlands auf die weitere Eskalation ist ein "weiter so". Die westlichen Staaten drohen die komplett wirkungslosen Sanktionen gegen Russland, die Verhandlungsspielräume blockieren, auszuweiten. Russland wird zu einem geradezu dämonischen Staat erklärt. Putin will zeigen, dass er nicht erpressbar ist und heizt nationalistische und antiwestliche Stimmungen an. Niemand will nachgeben, den ersten Schritt tun und sein Gesicht verlieren. Es ist fast wie im Kindergarten, nur dass die handelnden Akteure Erwachsene sind und ihre Handlungen Menschen zu Tode bringen.

 

Der letzte sowjetische Staatschef und Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow →warnt vor einem heißen Krieg und wendet sich gegen die Vereisung der Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Staaten. Als Putinkritiker bekannt und im Westen eigentlich hochgeehrt, hört hier keiner auf ihn, wenn seine Kritik nicht nur Putin, sondern auch die westlichen Staaten betrifft. 

 

Für ein paar Flecken Land hetzen die Mächtigen ihre Völker gegeneinander. Sie loben Prämien auf Abschüsse aus, anstatt auf den Boden des Friedens und der Menschlichkeit zurück zu kehren. Sie haben nichts gelernt und es hat sich nichts geändert. 

 

Artikel erweitert am 02.02.2015

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