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Fragen zur modernen Seefahrt

(Kommentare: 2)

Bildautor: Juline Harneis

 

Warum senden Mütter und Väter

ihre Kinder auf Schiffen

allein über das Meer

nach Europa?

 


Warum weinen sie nicht
und lächeln,
wenn sie ihre Kinder umarmen
und ihnen eine gute Reise wünschen?


Warum beschließen die Staatschefs
der Länder der Europäischen Union,
die Seegrenze besser zu sichern,
so dass die Schiffe der Kinder
Europa nicht erreichen?


Warum haben sie die Rettungsmission beendet,
damit die Schiffe nicht entdeckt werden,
bevor sie gemeinsam mit den Kindern
im Meer versinken?


Warum lächeln sie
und weinen  nicht,
wenn sie die Gläser erheben
und einander zuprosten?

Aus Liebe?

 

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Kommentar von Lothar W. Brenne-Wegener |

Warum?

...weil ein Prozent der Weltbevölkerung
soviel besitzt wie die restlichen 99 Prozent.
...weil Nächstenliebe nur gepredigt wird,
aber niemand sie einhält.
...weil Chancengleichheit und Gleichberechtigung
immer schon eine Utopie waren.
...weil die Regierung
sich nicht um ihre eigenen Kinder kümmert.
...weil die Oberen korrupt sind und
den Staatshaushalt zur eigenen Bereicherung nutzen.
...weil jegliche Bildung der breiten Masse
den Despoten gefährlich werden könnte.
....weil es im eigenen Land keine Zukunft für sie
gibt.
...weil den Clan-Chefs die eigene Verwandtschaft
wichtiger ist als die Bevölkerung.
...weil sie es bisher nicht gelernt haben,
auf eigenen Beinen zu stehen.
....weil sie bis heute lieber aufs Ausland schauen
als selbst etwas anzupacken.
...weil sie es selbst nicht wagen,
ihre eigene Herrschaftsbaggage davonzujagen.
...weil sie Axelles Kabou’s
Streitschrift gegen schwarze Eliten
und weiße Helfer nicht gelesen haben.
...weil geldgierige Schlepper ihnen
ein Europa vorgaukeln, das es nicht gibt.
...weil die Welt eben nicht so ist
wie einige sie gerne hätten!

Weil, weil, weil ...

...weil es eben leichter ist
in einigen wenigen Worten
die Übel dieser Welt zu benennen,
ohne selbst eine überzeugende Lösung anzubieten.

Oder anders:

...weil es leichter ist
Fragen zu stellen,
als Antworten zu geben

Kommentar von A. Mirian |

<3