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Spendenaktion für den Schutz einer Familie

(Kommentare: 7)

Keine Zukunft für dieses Kind in Deutschland?

Im Landkreis Cuxhaven herrscht eine rigorose Ausländerpolitik, die Grundsätzen der Menschenwürde widerspricht – dieser Eindruck entsteht jedenfalls durch das →Verhalten der dortigen Ausländerbehörde unter ihrem Leiter Kai Wollenweber und des hierfür verantwortlichen Landrates Kai-Uwe Bielefeld gegenüber dem Kleinkind Duha Aline, ihrem Halbbruder Othmane und ihren Eltern. 

 

Nur zwei Wochen nach ihrer Geburt, ließen sie einen Brief an den neugeborenen Säugling resp. ihrem Rechtsanwalt schreiben, in dem sie den Säugling zur Ausreise aufforderten und andernfalls die Abschiebung androhten.  Erst nach einer bundesweiten öffentlichen Empörung und einer Petition mit mehr als 60000 Unterschriften ruderten sie zurück und gewährten dem Kleinkind einen 18-monatigen Aufenthalt.

 

Jetzt aber, wo sich die öffentliche Empörung gelegt hat, unternimmt die Ausländerbehörde Schritte, die offenbar zur Ausweisung des Kindes sowie seines ebenfalls minderjährigen Bruders Othmane und zur Trennung der Familie führen sollen. Die Ausländerbehörde steht dabei unter gleicher Leitung wie 2013, als sie durch die nächtliche Abschiebung eines weinenden Kleinkindes kurz vor Weihnachten traurige Berühmtheit erlangte.

 

Für Hintergrundinformationen verweisen wir auf unsere drei vorherigen Artikel zu diesem Thema →hier, hier und hier

 

Die Familie benötigt finanzielle Unterstützung, um sich gegen die Maßnahmen des Ausländeramtes juristisch zur Wehr setzen zu können. Hierfür werden alle Leserinnen und Leser um Spenden gebeten, wobei auch kleine Beträge eine wertvolle Hilfe sind.

 

Das Spendenkonto ist eingerichtet unter Duha Aline c/o Angela Heinssen, Volksbank Stade-Cuxhaven IBAN DE89241910153612625001 BIC GENODEF1SDE

 

Auf der Internetseite →Wortkulturen.de wird folgendes zum aktuellen Verlauf berichtet:

 

Dem 16-jährigen Othmane und seiner kleinen Schwester Duha Aline wurde nun endgültig das Aufenthaltsrecht verweigert. Rasches Handeln ist geboten. Wenn die Geschwister abgeschoben werden, wird die Familie zwangsläufig auseinander gerissen, denn der Vater der kleinen Duha Aline kann Deutschland nicht verlassen. Sowohl er als auch Zohra, die Mutter der Kinder, sind mit ihren Kräften am Ende…Anscheinend will der Landkreis Cuxhaven die Familie um jeden Preis trennen. Den Geschwistern Othmane und Duha Aline wurde nun endgültig das Aufenthaltsrecht verweigert. Außerdem wurde keine Prozesskostenhilfe gewährt, so dass der bisher in Anspruch genommene Rechtsanwalt nur in kleinen Raten bezahlt werden konnte. Es ist wichtig, sofort zu handeln. Sind die Geschwister erst einmal abgeschoben, ist es kaum möglich, sie zurück nach Deutschland zu holen. Deshalb sollen nun Klageverfahren gegen die beiden Bescheide angestrengt werden. Diese Kosten und die für benötigte spezialisierte Juristen kann die Familie nicht alleine stemmen“.

 

Angela Heinssen, die die Unterstützung Maßnahmen für die Familie maßgeblich initiiert hat und koordiniert, →schreibt auf der Petitionsseite:

 

Wir haben ein Spendenkonto zugunsten von Duha Aline und Othmane eingerichtet, da sich der Landkreis Cuxhaven nun endgültig weigert, dass Aufenthaltsrecht anzuerkennen. Die beiden Ablehnungsbescheide vom 19. Januar 2015 sprechen eine deutliche Sprache der Ablehnung. Ausserdem wird die Prozesskostenhilfe verweigert, so dass die Familie den Rechtsanwalt bisher nur in kleinen Raten zahlen konnte. Jetzt werden zusätzliche Kosten für die Klageverfahren gegen die beiden Bescheide anfallen. Gleichzeitig wollen wir gerne noch andere spezialisierte Juristen um Hilfe bitten. Wir müssen jetzt sofort mit allen Mittel handeln. Wenn die beiden erstmal abgeschoben sind, ist es schwer bis unmöglich, sie zurückzuholen.  Daher wollen wir gerade jetzt unsere gesamte Kraft aufwenden für die kleine Duha Aline und ihre Halbbruder Othmane. Aber auch für die Mutter Zohra, die mit ihren Kräften und Emotionen am Ende ist. Und nicht zuletzt für den Vater Maher, der den Verlust seiner Familie nicht verkraften würde. Bitte unterstützen Sie die Familie mit einer kleinen Spende, auch der kleinste Beitrag hilft“.

 

In Zeiten von grassierender →Fremdenfeindlichkeit und Pegida ist der Landkreis Cuxhaven dabei, das denkbar schlechteste Zeichen zu setzen und damit gleichzeitig die rot-grüne niedersächsische Landesregierung unter Ministerpräsident Stephan Weil zu diskreditieren, die eine humane Ausländer- und Flüchtlingspolitik in Niedersachsen angekündigt hat. Opfer einer solchen Politik könnte nunmehr, wenn sie sich durchsetzt, ein wehrloses Kleinkind und seine Familie werden. 

 

Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich - soweit es ihnen möglich ist - mit Spenden zu beteiligen. Viele kleine Beiträge können Berge versetzen. Wir bitten ebenfalls darum, diesen Artikel im Freundes- und Bekanntenkreis sowie überall im Internet und in den sozialen Netzwerken durch Linksetzungen und eigene Beiträge bekannt zu machen. Alle Teile des Artikels sowie auch unserer vorherigen Artikel zum Thema können dafür frei verwendet werden. 

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Kommentar von Bodig Ramona |

Ich bin entsetzt über diese Ausländerbehörde und fordere die Aufhebung der Abschiebung

Kommentar von Patricia Litten |

manchmal wünschte ich euch, die ihr solche Entscheidungen herbeiführt, ihr würdet das alles mal am eigenen Leibe erfahren.

Kommentar von Franz-josef Ohlen |

Was soll mann dazu noch sagen? Ausser armes Deutschland.
Ein Säugling was noch nicht einmal Mama oder Papa sagen kann mit schweigen sich selber wären kann. Sorry aber das ist einfach das aller läste.

Kommentar von Martina Pech |

Viel Erfolg wünsche ich der Petition.

Kommentar von Jasmin Alber |

Ich hoffe ihr schafft es!

Kommentar von Christof Bieker |

dei absolut gefühllosen Aktionen von Behörden ist gewöhnlich und sollte an den Pranger gestellt werden!

Kommentar von Erkinger Judit |

Bitte hört auf euer herz und Vernunft