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Die fünf häufigsten Denkfehler der Fremdenfeinde

(Kommentare: 8)

Bild: mbtphoto

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Auf unseren Facebook-Seiten werden wir immer wieder mit fremdenfeindlichen Kommentaren konfrontiert. Wir haben festgestellt, dass hinter diesen Kommentaren oft fünf Denkfehler stecken, die wir hier richtig stellen

 

 

Denkfehler I: Illegale Einwanderung bekämpfen, die Flüchtlinge gar nicht nach Europa lassen, sondern sofort an die Küsten schicken, von denen sie aufgebrochen sind


Dies würde bedeuten, die Flüchtlingen an den islamischen Staat (ISIS) und andere Terrormilizen in Libyen auszuliefern. Täten wir dies, würden wir den letzten Rest an Menschlichkeit verlieren. Vielen derjenigen, die diese Forderung erheben, sind die Konsequenzen aber offenbar nicht einmal bewusst. Dabei wurden gerade in Libyen 30 Christen aus Äthiopien durch den islamischen Staat erschossen und enthauptet.



Denkfehler II: Die Schlepper bekämpfen, damit diese die Flüchtlinge nicht mehr in Boote setzen


Die Schlepper sind nicht Ursache, sondern Folge des Problems. Die Flüchtlingszahl ist erst seit den Kriegen in Libyen, Syrien und Irak stark gestiegen. Die Menschen fliehen vor Zerstörung, Krieg, Verfolgung und Vernichtung. Sie haben keine Alternativen. Die Schlepper zu bekämpfen, ohne den Menschen eine legale und sichere Flucht zu ermöglichen, hieße erneut, die Flüchtlinge an Strukturen, wie den Islamischen Staat (ISIS), auszuliefern. Mit welchem Recht können wir uns über die Barbarei solcher Terrormilizen empören, wenn wir ihnen Menschen ausliefern wollen? Viele Diskutanten haben noch gar nicht verstanden, dass die Schlepper nur deshalb in die Bresche springen können, weil die westeuropäischen Staaten sich gegen das Leid in der Welt abschotten und einen eisernen Vorhang der Flüchtlingsabwehr um ihre Staatsgebiete gezogen haben.



Denkfehler III: Es ist nicht unsere Schuld, wenn sie in ihren Ländern Chaos haben

 

Unstrittig ist, dass die jetzigen Fluchtbewegungen ohne das militärische Engagement des Westens in Irak, Libyen und auch indirekt in Syrien in diesem Ausmaß niemals entstanden wären. Nunmehr fördern die westlichen Staaten erneut im Jemen einen Krieg, der das Potential hat, bei weiterer Eskalation zu einer großen Fluchtbewegung zu führen. Der Westen hat in diesen Ländern keine Menschenrechtsverletzungen beendet, sondern Öl ins Feuer gegossen. Eine bedrückende Menschenrechtslage wurde in eine Katastrophe verwandelt. Die Zunahme der Fluchtbewegungen ist die Folge, für die die westliche Staatengemeinschaft eine erhebliche Mitverantwortung trägt. Wenn sich die westlichen Staaten jetzt für unzuständig erklären, lassen sie die Menschen im Stich, die erst durch ihre eigene Politik in diese Situation gebracht wurden.



Denkfehler IV: Wir können nicht alle aufnehmen


Westeuropa nimmt nur einen sehr geringen Anteil der weltweiten Flüchtlinge auf. Die Länder der dritten Welt nehmen die bei weitem überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge auf. Allein Im Libanon leben derzeit 1,5 Millionen Menschen aus Syrien. Der Libanon hat aber nur 4 Millionen Einwohnern. Dies entspräche mehr als 28 Millionen Menschen, die wir in Deutschland aufnehmen müssten, um eine vergleichbare Leistung zu bringen. Ein so enormer Flüchtlingseinstrom führt übrigens auch im Libanon in der Tat zu sozialen Verwerfungen, aber die Alternative wäre es, die Menschen zurück in Krieg und Vernichtung nach Syrien zu senden. Westeuropa nimmt viel zu wenig Menschen auf. In Libyen sitzen eine Millionen Flüchtlingen in Chaos, Anarchie und Gewalt fest – es würde die Aufnahmekapazitäten Westeuropas in keiner Weise überfordern, alle diese Menschen aufzunehmen. Es wäre ein Zeichen der Menschlichkeit und auch eine Wiedergutmachung für schwere politische Fehler, die zu dieser Situation führten.



Denkfehler V: Mehr abschieben, die es nach Europa geschafft haben


Wohin? Nach Syrien, Irak, Libyen, Afghanistan, Sudan, Eritrea, Somalia oder in den Jemen? Das Wort Abschiebung ist im Übrigen leicht, aber die Folgen für die Betroffenen sind schwer. Typischerweise wird von ihnen niemals mehr gehört, aber es gibt genug Fälle, wo doch bekannt wurde, dass sie nach Abschiebungen verhaftet, gefoltert oder getötet wurden. Europa sollte nicht darüber nachdenken, mehr abzuschieben, sondern mehr Menschen aufzunehmen und ihnen einen sicheren Weg nach Europa zu ermöglichen.

 

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Kommentar von Schubert |

... aber wo sind die "solidarischen" und vermögenden Glaubensbrüder in Dubai, V.A.R. e.t.c.?

Kommentar von Seher |

Mittelmeer ist zu Tausende zum Grab geworden Küstenwache wieder von den Italiener zu bedienen ist und nicht von frontec

Kommentar von cliff2212 |

Alles gut und schön, aber uns fehlt Geld für kitas, Schulen und Altenbetreuung. Wie gehen denn die Asylbewerber mit ihren Unterkünften um? Sie zünden sie selber an! Wir richten sie wieder her, dafür schließen wir dann eben noch einen Kindergarten. Wir sollten uns mehr darum kümmern, dass Übel an der Wurzel zu aendern.

Kommentar von Maria Heidi Böhler |

Wenn es jemanden stört dass es Menschen in unserem Umfeld schlecht geht, dann soll er/ sie die Ärmel hochkrempeln und helfen. Soviel Zeit wie viele vor dem FB verbringen und über die Not im eigenen Land jammern und Hetze verbreiten dürfen sie ja gerne einbringen und etwas beitragen!Selbstverständlich werden die Menschen kommen und es ist gut so!

Kommentar von Kamra |

Das sind doch die Kriege der Reichen !
Die Finanzmafia des Westens ! Sie, nur sie und nicht der Bürger, der vor lauter Abgaben an den Staat kaum zurecht kommt ! Natürlich müssen wir die Flüchtlinge aufnehmen ! Aber die Staaten, die diese Länder kaputt machen und das sind die Politiker des Westens, müssen die Verantwortung tragen !!! Und nicht wir .

Kommentar von Achim Burger |

Jeder Mensch sollte in unserem Land willkommen sein.

Kommentar von Axl Dope |

Gut geschrieben, bis auf einen Punkt der mich doch stört. Und zwar dieser hier: »In Libyen sitzen eine Millionen Flüchtlingen in Chaos, Anarchie und Gewalt fest...«, damit sagt ihr dass Anarchie in Verbindung mit Chaos und Gewalt steht, was aber völlig falsch ist.
Anarchie ist eine Gesellschaftsform in der es keine Herrschaft durch den Menschen über andere Menschen gibt, es heißt jedoch nich dass es keine Regeln gibt an die man sich halten muss.

Kommentar von hertlein |

abra-abra-kadabra!
Abradaabradakabra!